Montag, 13. Dezember 2010

Erste Schritte...

Scheint ja doch keine einmalige Situation gewesen zu sein...
Jetzt frage ich mich warum.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder versucht, wieder den ersten Schritt zu machen. Nachgekommen ist da nie was. Und jetzt, wo ich es nicht mehr versuchen wollte...... Da kommen plötzlich von der anderen Seite Weitsprungversuche. ;D
Nicht, dass ich was dagegen hätte oder so. Nein, ganz und gar nicht, aber verwunderlich ist das schon.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in den letzten Tagen wieder voll auf dem Goldfinger-Trip bin. =)

Naja.... heute mal wieder totaler Nervenzusammenbruch vom Wankermode^^ 
Vielleicht sollten wir mal alle zusammenschmeißen und ihr eine Packung Ritalin besorgen.... Oder sie an's Atmen erinnern. x)

Gerade noch meinen dämlichen Kommentar für Englisch geschrieben. Am Mittwoch darf ich dann endlich Informatik nachschreiben. Da fällt mir ein.... Ich könnte ja mal langsam meinen Fehlstundennachweis des letzten Quartals einreichen, muss ja irgendwo meine Fehlstunden eintragen, die ich letzte Woche durch das Wetter erhalten habe. Aus diesem Loch kommt man ja nicht weg. :D

Na denn, ich meld mich die Tage wieder.


Cheers! 

Sonntag, 12. Dezember 2010

Fernweh.

Sorry, habe mich was länger nicht gemeldet.

Naja, egal... Hatte halt mal wieder Anderes zu tun.
Anderes, was mir wieder einmal zeigt, dass es einzig und allein diese Stadt ist, die mich daran hindert,  mein Leben zu leben.

Mir ist einfach die Lust an dieser Stadt vergangen.
Was auch immer mich fertig macht, ist in direktem Bezug zu dieser Stadt.
Doch irgendetwas ist es, was ich an dieser Stadt finde. Ich weiß es nicht.

Vielleicht, dass ich in dieser Stadt trotzdem das gefunden habe, was mir wichtig ist?
Kann sein.
Trotzdem hält auch die Leute, die mir wichtig sind, nichts in dieser Stadt. Irgendwas muss also falsch laufen.
Nur was?


In ständiger Erwartung, eine Antwort auf meine Fragen zu bekommen, verliere ich langsam aber sicher den Verstand.


I hate this town.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Sorry, you're not a winner.

So.... wie jeden Abend. ;)

Heute ist mal wieder Chemie ausgefallen.... Kam ich früher nach Hause, war also gut.
Habe mich den wesentlichen Dingen des Lebens gewidmet. *rock out*

 In Philo haben wir heute über Glück geredet..... Viel konnte ich da also nicht mitreden.
 Das Zitat am Anfang der Stunde hat mir schon gereicht. Es handelte sich um folgende Grabinschrift:

"Er hatte viel Glück, doch war niemals wirklich glücklich."
Danke, schöne Welt. Du hast's mal wieder auf mich abgesehen. xD

 Etwas Zeit für mich ist momentan nämlich recht wichtig, da ich immer wieder Leuten bei ihrer Beziehung helfen soll oder was weiß ich nicht.... und das, obwohl ich selbst nichts hinbekomme :D
So wie gestern Abend sogar zweimal.... 
...und da sagt meine Mutter, ich sei egoistisch! xD

Inzwischen ist alles wieder verheilt, das soll übrigens auch erstmal wieder so bleiben.
Wieso auch nicht? Läuft doch gut momentan.
Morgen bekomme ich hoffentlich eine Antwort, was denn jetzt mit meiner Klausur ist. Außerdem ist morgen wieder Probe..... na das kann ja was werden. -.-'

Ich meld mich dann nachher oder morgen nochmal.....

Bis denn, Cheers! 
   

Dienstag, 30. November 2010

Einsam.

Was wäre das Licht ohne Schatten,
Der Mensch ohne seine Musik?
 Fänden seine Gefühle ein Sprachrohr
Wenn es das alles nicht gibt?

Was wäre ein Haus ohne Fenster,
käme kein Licht durch die Tür?
Würde ich es darin merken,
Wenn ich meine Sehkraft verlier'?

Was wäre der Tod ohne Leben?
Das Leben ohne das Glück?
Gäbe es dann noch ein Vorwärts,
Und - vor allem - noch ein Zurück

Was wäre der Hass ohne Liebe?
Der Frieden ohne den Krieg?
Es wäre doch alles so einfach,
Wenn es das alles nicht gibt. 
 
Es wäre alles so einfach,
Doch ohne geht es auch nicht.
Denn Liebe und Schmerz sind eins und ich weiß,
Es geht nicht - wie ich ohne dich.  


Danke an Kai für die Idee mit der Musik, und danke an dich, mein toller Keks für all die Momente mit dir. ;) 

    

In Blogschrift Ausfüllen.

Na denn, hier bin ich mal wieder.

Der heutige Tag lief schon etwas besser ab. Die Busse kamen alle pünktlich und habe seit langem mal wieder eine alte Freundin im Bus getroffen.
Leider ist meine Busfahrt nur sehr kurz gewesen, aber die Nummern haben wir jedenfalls wieder ausgetauscht.

Zu meiner Klausur..... Heute ein Gespräch mit der Stufenleitung gehabt. Sie hätte nichts dagegen, aber Madame Studien-Ober-Inquisitorin-Blablabla findet es eine Unverschämtheit. Aber war mir klar, dass sie da was wieder gegen haben muss. Non, non, non, ce n'est pas acceptable.
Naja, wir werden sehen, was dabei rauskommt.

Ich habe noch immer keinen Plan, was ich am Wochenende machen soll, aber ich denke, ich werde mich mal wieder mit den Jungs abgeben... Auch, wenn sie jetzt echt mal gezeigt haben, wie beschissen und hinterhältig sie sein können. Jetzt, wo du weggezogen bist... 
Aber egal, solang kann ich ja noch Geschichte lernen und mich auf das Wochenende danach freuen. Denn das wird mal wieder richtig gut!  =)

Bis dahin,
Cheers!
      

Montag, 29. November 2010

It's just one of those days....

Na klasse.
So ein scheiß Tag hat einfach 2 Posts verdient, muss ja schließlich meine Wut irgendwo loswerden.

Es hätte doch so ein schöner Tag werden können. Da sollten wir doch heute unsere Info-Klausur schreiben, auf die ich mich (ernsthaft) gut vorbereitet habe.
Wie jeden Montag hatten wir um 10:40 Schule, also hätten wir direkt die Klausur geschrieben, wäre kein Problem gewesen. Nur musste die Klausur ja auf 9:10 verschoben werden. Dies wurde per Durchsage um 8:50 bekanntgegeben.
Wie zur Hölle soll man das wissen.....? Deshalb haben auch nur 2 Leute mitgeschrieben.
Ob wir jetzt alle ne 6 aufgedrückt bekommen, wird sich zeigen.
Danach.... Oh, klasse. Schnee. Wie ich ihn liebe. *kotz*

Da fahren doch plötzlich keine Busse mehr. Naja, einer. Aber der trug die Aufschrift "Endstation.Nordfriedhof" zu Recht. Betrunkener Fahrer mit Sommerreifen (warum müssen genau die öffentlichen Fahrzeuge KEINE Winterreifen tragen) und kaum aufgepumpten Reifen. Na seeehr vertrauenswürdig.
Wer weiß, wo ich wohne, kann sich denken, dass ich nicht davon begeistert war, nach Hause zu laufen.

Maaaan, war das eine Scheiße. -.-'
Endlich zuhause. Jetzt etwas in diversen Chatrooms und Foren rumlungern und für die tolle Geschichtsklausur am Freitag lernen.

Cheers! 
 
 

In den unendlichen Weiten des World Wide Webs....

Und hiermit werde ich mich endlich mal wieder um meinen Blog kümmern, jetzt sogar mal der 1. richtige Post!
Wheeeey, Vorhang auf! :D

Ich habe - mal ganz widersprüchlich - ein viel ausgeprägteres Reallife bekommen (hach ja, die gute alte Liebe), aber habe mich auch mehr dem Internet gewidmet.
So bin ich nun oft wieder in diversen Chatrooms und Foren unterwegs.
Da denkt man sich nichts Böses und schreibt mit ein paar Leuten, da merkt man nach knapp einer Woche, dass man nur 5km voneinander wegwohnt und teils sogar den gleichen Freundeskreis hat bzw. hatte.
Das nutzt man doch aus - und geht dann mal in ca. 2 Wochen was trinken. :P

Aber dass Internetbekanntschaften auch ihre Nachteile haben können, ist mir mehr als klar geworden.
Da ist man doch so stolz darauf, wie es gerade läuft und dann plötzlich - BÄM! Voll in die Fresse! Da kommt die Internetbeziehung.

Aber wie Facebook mir gerade gepredigt hat:  Dass dir etwas fehlt sollte dich nicht daran hindern alles andere zu genießen und auszuleben.


Naja, ich sitze jetzt hier in der Schule. Habe mal wieder 68 Freistunden und weiß nichts damit anzufangen.
Aber jedenfalls werde ich jetzt öfters mal wieder hier was reinschreiben.
Wahrscheinlich kommt heute Abend noch was.....

Bis denn. Cheers! ;)

Freitag, 16. April 2010

Gut, besser - HEUTE!

Heyho!

Solche Tage wie heute sollte es öfter geben.
Beim Blick in den Briefkasten war die CD von Alive at Last angekommen, die mir bereits den Mittag versüßte. (Review dazu folgt)
Da der Proberaum noch in der Renovierungsphase steckt, gab es heute wieder eine Homeprobe - weniger Hektik für mich.
Vor der Probe war ich etwas skeptisch, doch sofort, zum Beginn der Probe, schien die gesamte letzte Woche ausradiert. Die Enttäuschung, der Hass, die Verzweiflung - alles war weg!
Alles war wieder in Butter, 3kg Butter natürlich! ;)

Alles in allem war der Tag sehr gut schon. Viel  gelacht über Stuhlgänge und Handys mit Stahlpanzern. xD
Und über uns selbst. [Oh man, sind wir kindisch! x)))]

Doch schon wieder fällt mir auf, wie ähnlich sie sich doch sind...

Schon das war ein schöner Tag mit Vorfreude auf morgen, bis der Tag eindeutig perfekt wurde:

CALLEJON kommen zum Pfingst-Open-Air nach Essen!!!

Das war doch eindeutig das Sahnehäubchen!
Ich kann es schon jetzt kaum mehr erwarten, eine der geilsten Bands dieses Landes kostenlos live zu sehen!


Heute ist nicht alle Tage. ich komm wieder, keine Frage.
Doch bis dahin ein Let's Rock und ein Affengebrüll an das Internet!

Samy

Samstag, 10. April 2010

Review: At the Soundawn - Shifting

vire


Artist: At the Soundawn
Album: Shifting
Date: 2010
Genre: Hardcore/Ambient

01. Mudra: in Acceptance and Regret
02. 7th Moon
03. Caofedian
04. Drifting Lights
05. Black Waves
06. Hades
07. Prometheus Bring Us the Fire


At The Soundawn sind eine Band, über die man sich streiten kann.
Was aber klar ist, ist, dass sie aus Italien stammen und, wie viele gute Metalbands, beim deutschen Label Lifeforce Records angesiedelt sind.
Und sie machen "Ambient Hardcore". Was das ist? Auf Deutsch könnte man es etwa "Fahrstuhlcore" nennen.
Was auf dem neuen Album auf den Hörer wartet, kann man schon am Titel erahnen: Veränderung, ständige Bewegung - Shifting.

Los geht es mit einem ruhigen Gitarrenriff auf "Mudra", was sofort in einen rauhen Metalsong übergeht.
Was mir an ATS gefällt, ist, dass sie sich Zeit lassen. Oft gehen sie auf dem Album, wie hier, über die 7-Minuten-Grenze.
Der neue Frontmann der Band gefällt mir sehr gut. Er hat nicht so einen starken Akzent wie sein Vorgänger, was vor Allem bei den Shouts gestört hat.
Der Shoutpart am Anfang gefällt mir sehr, auch textlich bewegen sich At The Soundawn auf hohem Niveau.
Nach einer Pause von ca. einer Minute beginnt dann der cleane Gesang, bei dem der neue Sänger sein Können unter Beweis stellt. Der Beginn des Gesangs ist düster und atmosphärisch. Dann steigt eine Trompete ein. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig und klingt etwas nach Lounge Music oder Bar Jazz. Da ich Jazz mag, werte ich das positiv.
Ein sehr gutes Lied und wahrscheinlich sogar der Höhepunkt des Albums!

Darauf folgt "7th Moon". Hier dienen die geschrieenen Vocals eher als Einleitung in den Song.
Größtenteils ist das Lied nämlich instrumental.
Was zuerst noch typischer Metalsound ist, wird von einer triumphalen Trompete überdeckt, was etwas nach alten Mittelalterfilmen klingt.
Nach der Trompetenorgie geht es raus aus dem Thronsaal, rein in das Indianerdorf. Mit einer Tabla und Weihnachtsglocken wird der indianisch-mysteriöse Gesang noch untermalt.
Viele verschiedene Elemente in einem Song. Für viele mag das gezwungen oder verwirrend klingen, aber meiner Meinung nach ist das genau das Konzept des Albums - Shifting.

"Caofedian" ist auch wieder ein Song, der sich Zeit lässt. Richtig beginnt er erst nach fast 3 Minuten!
Der klare Gesang steht auch hier wieder mehr im Vordergrund als auf ihrem Debütalbum.
Die Trompete fügt sich hier eher in die Melodie des Songs ein, statt ein eigenes Solo zu spielen.
Da sie zeitgleich mit der kreischenden Gitarre spielt, sticht sie kaum heraus, das ist aber nicht schlimm.
Das dezente Shouten gegen Ende des Songs fügt sich seltsamerweise gut in das eigentlich ruhige Instrumental ein.

Zu "Drifting Lights" kann man nicht allzu viel sagen.
Das Lied ist komplett instrumental, und die ruhige Gitarre und ihr elektronisch verfremdetes Echo lassen den Song interessant klingen. "Hardcore" findet man in diesem Song nur schwer. Den Song kann ich mir gut vorstellen, ihn nachts zu hören, während ich durch die Straßen gehe.
Später setzen wieder Tabla und Glo  Titel gewählt, was bei instrumentalen Stücken oft nicht leicht ist.

"Black Waves" startet mit einem ungewöhnlich stotterigem Gitarrenriff, was aber plötzlich, sobald das Schlagzeug einsetzt, perfekt harmoniert und sogar flüssig klingt. Hier gehen die Italiener es etwas härter an.
Ein hartes Shouten mit rockigem Schlagzeug und einer verzerrten Gitarre, doch auch klarer Gesang, der sich jedoch im Hintergrund hält. Erinnert stark an das alte Album "Red Square: We Come In Waves".
Dennoch klingt der Song reifer, als man ihn von "Red Square" gewohnt ist.
Was mir besonders an dem Lied gefällt, ist das Drumsolo.

"Hades" ist der griechische Gott der Unterwelt. Diesem widmen At The Soundawn auch dieses Zwiegespräch. 
"Hades, I no longer love  you" heißt es im Song. Wahrscheinlich sind die Lyrics an die Sage von Hades und Persephone angelehnt. Hades' Worte sind klarer Gesang, die Worte der Persephone wütendes Geschrei.
Hades beendet das Gespräch mit den Worten "It's too late, goodbye.".
Darauf folgt ein einminütiges Trompetensolo, das schon fast nervig ist.
Alles in allem ein sehr gutes Lied, kommt aber nicht ganz an "Mudra" ran.

In der griechischen Mythologie beenden wir auch die Reise durch die Welt von At The Soundawn.
Oder doch in einer Werkstatt? Denn "Prometheus Bring Us the Fire" wird stetig von dem dumpfen Geräusch einer Stanzpresse begleitet. Was das mit dem Song zu tun hat? Keine Ahnung, aber es hört sich ganz gut an.
Das ruhige Riff der Gitarre gibt dem Hörer einen tollen Einstieg in das eigentlich härtere Lied.
Der Gesang ist teils im Vordergrund, teils im Hintergrund. Der Backgroundgesang, der mir auf dem Vorgängeralbum so gefallen hat, ist auch hier wiederzufinden, doch auch klarer Gesang im Vordergrund und auch Shouts. Hier wurde exzellente Arbeit geleistet. So gut eingesetzte Shouts waren selten auf einem Song zu hören.
Ab ca. der Mitte des 9-minütigen Machwerks kommt eine sehr interessante Seite der Band zum Vorschein. Eine Gitarre mit Echo, die reaggae-ähnliche Noten spielt, mit atmosphärischem Gesang im Hintergrund, um dem Hörer eine Pause zu geben, bevor sich der Song in einem vollkommen überdrehten Screamo-Breakdown verliert. Dieser Breakdown wird mehr und mehr wieder von der Stanzpresse übertönt, die den Hörer wieder in die eigenen vier Wände zurückbringt, der nur darauf wartet, erneut einzutreten in die Welt von At The Soundawn!

Fazit: Ein sehr gelungenes Album in meinen Augen. At The Soundawn machen ihr eigenes Ding und sind anders - und genau das wird das Problem sein, warum manchen "Shifting" nicht gefallen wird.
Es gibt nur wenige Metal-Fans die gerne mal Bar-Jazz oder The Cure hören.
Und Lounge-Fans, die sich gern Schrei-Orgien à la Isis anhören, kenne ich auch keine.
"Shifting" ist mit seinen experimentellen Ausschweifungen noch weniger massentauglich als sein Vorgänger.
Mir persönlich jedoch gefällt es sehr gut und trifft meinen Geschmack.
Deshalb sind  9/10 Punkten mehr als berechtigt!

Dienstag, 23. März 2010

Samstag, 13. Februar 2010

Review: Avertine - Avertine (2009)

 


Artist: Avertine
Album: s/t
Date: 2009 (2008)
Genre: Emo
Label: unsigned

01. Acquired Regret
02. Anthem of Sorrow
03. Piano (Interlude)
04. Cries in the Abyss
05. Salvation Lies Within
06. Dead and Gone (Cover)


Was man im World Wide Web nicht alles entdeckt, wenn man nicht gleich alles wegklicken würde, was einem begegnet. Hätte ich einst auf YouTube auf der Suche nach Coverversionen einen Song namens "Dead And Gone Screamo Cover" nicht angeklickt, wäre mir so einiges entgangen.
Zum Glück habe ich aber draufgeklickt und somit die deutsche Hardcore-Band AVERTINE und ihre selbstbetitelte Free-Download-EP entdeckt.
Alben zum Free-Download sind ja außerhalb der Rapszene sehr selten. Doch nicht nur deswegen ist dieses Machwerk hier eine Rarität. Warum noch? Dazu komme ich jetzt.
Mit dumpfen Klängen beginnt das ca. 18-minütige Werk der Deutschen Newcomer.
Acquired Regret bietet sofort einen genialen Opener und zeigt, was AVERTINE ausmacht: Ruhige, gesungene Strophen mit einem druckvollen, zweistimmigen Chorus und starken Gitarrenriffs, ab und zu werden ein paar Sätze a capella geflüstert, um zwischendrin einen Fill-In zu bringen. Dies wechselt sich mehrmals ab, um dann letztenendes in einem fetten Breakdown à la Alesana zu enden. Leider klingen die Vocals in der Strophe teils ein wenig gelangweilt. Trotzem ist der Song ein gelungener Opener. Nahtlos und mit einem Trommelwirbel kommt der Übergang zum nächsten Track Anthem of Sorrow, der mit einem Gitarren-Panning-Intro im Stil von Bullet for my Valentine beginnt. Generell erinnert das Instumental hier an sie. Der Gesang kommt hier wieder zweistimmig im Chorus, das typische Merkmal der Jungs aus Fürth.
Auch dieser Song hat wieder einen guten Breakdown. Die Jungs rocken, das merkt man schon jetzt!
Weiter geht es mit einer Piano-Interlude, die gut, aber ruhig auf die etwas härtere Nummer Cries in the Abyss einstimmt. Hier wechseln sich harte Gitarrenriffs mit ruhigen Gesangseinlagen und Gangshouts ab. Auch ein sehr guter Song wieder, bleibt aber diesmal nicht ganz so hängen.
Nun folgt die mit Abstand ruhigste, aber auch beste Nummer der EP: Salvation Lies Within. Ein sehr emotionaler Track über eine zerstörte Freundschaft. Textlich wie auch musikalisch ein Meisterwerk, vor allem der Chorus haut mal wieder rein! Der Song ist einfach perfekt.
Mit geringem Abstand danach kommt Dead and Gone. Hier covern die Newcomer einen Song von T.I. und Justin Timberlake. Eine sehr geniale Umsetzung, die um ein vielfaches besser als das Original ist. Der harte Sound von AVERTINE wird hier von Geigen untermalt und erzeugt so eine faszinierende Atmosphäre, die durch das Piano-Outro ihren Höhepunkt, aber leider auch schon den Schluss der EP, erreicht.

Doch allein diese 5 Songs reichen aus, um sagen zu können, dass es diese Band zu was bringen wird.
Mit ihrem unverwechselbaren Sound werden sie die Herzen der Hardcore-Fans aus aller Welt im Sturm erobern und bekommen von mir einen Platz in meinem musikalischen Herzen und 8,5/10 Punkten für ihre selbstbetitelte EP. Weiter so!

Die EP könnt ihr auf ihrer MySpace downloaden. Um dorthin zu kommen, klickt einfach auf das EP-Cover oben. ;)

Sonntag, 24. Januar 2010

Review: Dioramic - Technicolor (2010)


Artist: Dioramic
Album: Technicolor
Date: 2010
Genre: Melodic Death/Mathcore
Label: Lifeforce Records



01. Ghosts In The Machine
02. Black Screen Goodbye
03. The Antagonist
04. Eluding The Focus
05. Arms Of Poseidon
06. The Lone Gunman
07. Lost In Error
08. Lukewarm Remains
09. Doom
10. Roses & Echoes
11. Debris

Wer die CD im Laden finden sollte, wird zunächst irritiert sein, denn der Sticker auf der CD verspricht "für Fans von Muse und The Dillinger Escape Plan". Das klingt in etwa wie U2 und Slipknot.
Wen dann aber der Gedanke packt, die CD mitzunehmen, dem wird das Versprechen offenbart: Eine geniale, deutsche Metalcore-Band! Was die 3 Jungs hier auf den knapp 50 Minuten ihres dritten Solos liefern, kann locker mit den Größen des Genres mithalten, wenn nicht sogar seine Messlatte erhöhen.

Eingeleitet wird das über Lifeforce Records erschienene Werk von einem instrumentalen Part, der nach einer halben Minute von einem Growl überdeckt wird. Gelungen! Das klingt bisher alles etwas nach August Burns Red, jedoch zeigt sich bereits eine Minute später, was Dioramic so besonders macht: Eingängiger Gesang des Bassisten. Genialer Opener.
Danach folgt die, mir schon bekannte, Single Black Screen Goodbye, welche mit einem genialen Chorus und einer gut eingesetzten Drumline überzeugen kann. Man merkt bereits hier, dass das Schlagzeug hier oft über den Bereich des Taktinstruments herausgeht. Ein sehr großer Pluspunkt für mich! Eins der Highlights des Albums. Zwischendurch werden einfach mal Sätze gesprochen, was teils an Kenzari's Middle Kata erinnert. Die Gangshouts am Anfang des Songs lassen den Zuhörer so richtig warm werden, und der Klavierpart am Ende lässt den Song noch interessanter wirken, bis der Übergang zum nächsten Song lückenlos stattfindet.
The Antagonist. Ein brutal beginnender Song, der immer wieder in die ruhige Ecke geht. Auch hier sind einige Growls zu finden. Was bei anderen Bands wie zum Beispiel Suicide Silence stark gezwungen erscheint, klingt bei Dioramic gut eingesetzt. Was hier besonders auffällt ist die Singeinlage, die mitten im Satz von Shouts oder Screams überdeckt wird. Toller Song mit einem genialen taktbasierten Outro.
Eluding the Focus wird mit dem leicht psychedelischen Sing-Chorus eingeleitet, wo später erst die Drums dazukommen. Hier sind eher wenig Screams vorzufinden. In den Strophen klingt der Sound leicht jazzig angehaucht. Die Grind-Abfahrten lassen den Song wieder vielseitig klingen! Mehr davon! Auch das Gitarrensolo in der Mitte des Songs hin hat einen gewissen Grindcore-Style. Gehört zu den härtesten Songs der Platte. Zum Ende hin noch ein Solo, welches schon fast nach Classic Rock klingt - sehr vielseitig.
Nun zum absoluten Highlight des Albums: Arms of Poseidon, welches mit einem Gitarrenriff beginnt, der eher nach Emocore-Bands wie Jimmy Eat World klingt, was aber kurz danach mit Screams à la Alesana übertönt wird. Im harten Hintergund des Songs setzt dann plötzlich ein langgezogener Chorus ein, der den Song zu etwas ganz besonderem macht - Gänsehaut.
Der Instrumentalsong The Lone Gunman, welcher nur aus Gitarre besteht, macht den perfekten Übergang zwischen den beiden Albumhälften. Klingt sehr geheimnisvoll. Weiter gehts!
Einer der härteren Songs ist Lost in Error. Hier klingen sie teils sogar nach Avenged Sevenfold.  Dann kommt aber das typische Sing-Interlude und man weiß, was man hier hört - DIORAMIC nämlich!
Ein cooler Song über gescheiterte Liebe, der den Vergleich zum Weltuntergang sucht. Sehr gute Lyrics.
Weiter geht's mit einem der ruhigsten Songs der CD. Lukewarm Remains spricht due Zukunft an: Luftverpestung, verlassene Straßen, Kälte, jede Menge sinnlose Maschinen. Diese Sci-Fi-Atmosphäre wird durch das Gitarrenriff und die Background-Vocals unterstützt. Diese perfekte Atmosphäre macht Lukewarm Remains zu einem weiteren Highlight.
Nach einer ruhigen Nummer geht es mit dem Growl/Scream-Brett Doom weiter. Der Wechsel zwischen Screams und Growls erinnert stark an ihre Kollegen War From A Harlots Mouth, doch auch hier wird nicht auf den gesungenen Chorus verzichtet. Was bei einem so harten Song natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein gehörig quietschendes Gitarrensolo.
Auch Roses & Echoes bedient sich eines härteren Sounds. Was an diesem Song besonders ist, ist dass die Strophen ohne Gitarre auskommen, aber dafür von einer fetten Bassline untermauert sind. Im Chorus und der Bridge sticht vor allem das Schlagzeug heraus. Erwähnenswert ist hier auch der ruhige Teil mit Gesang und Keyboard. Sehr gut in diesen eigentlich harten Song eingesetzt. Die Gesangsmelodie ist hier sehr schön, und auch das darauffolgende Mandolinensolo klingt sehr interessant. Das ist nebenbei der vielseitigste Song des Albums. Die instrumentalen Zwischenteile erinnern hier wieder an WFAHM.
Endstation ist Debris, der mit Abstand ruhigste Song des Albums. Hier wird komplett auf Screams und Shouts verzichtet. Dafür geht man hier mal über die normale Songlänge hinaus: 8:30 Minuten geht der Song. Kürzer könnte er auch nicht sein, da er auch wieder sehr vielseitig ist. Gefällt sehr gut. Die Vocals, die mit dem Keyboard übereinstimmen, und dazu noch sehr hoch sind, klingen sehr hypnotisch und einprägend.
Der Vocalpart des Intros wird später noch einmal wiederholt und erinnert stark an Snow Patrols Radiohit "Chasing Cars". Klingt einfach hammer!
Rundum ein sehr guter Song, der langsam mit der Gitarre zuende geht. Hammer!

Somit hinterlassen DIORAMIC einen mehr als nur guten Eindruck, und ein sehr gutes Album, welches meinen CD-Player erstmal nicht wieder verlässt. Wahrscheinlich ist es schon das Album des Jahres, aber man sollte keine voreiligen Schlüsse ziehen.


10/10 Punkten!



Ach ja, Geheimnis, Gewinnspiel. *hust*

Hay

Endlich hab ich auch nen Blog.
Ich werde hier Reviews veröffentlichen und mal was schreiben, was mir so am Herzen liegt ;)